“Unterstützung und Solidarität geben uns reale Hoffnung auf eine doch mögliche Zukunft der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland” – Dankesbrief aus Halle

Von 21. November 2019Allgemein

Liebe Frau Müller,

liebe Mitarbeiter*innen vom Lernort Geschichte und Stuttgarter Jugendhaus,

lieber Herr Sofuoğlu und Herr Schulz,

liebe Mitglieder der Türkischen Gemeinde Baden Württemberg,

wir bedanken uns zunächst sehr herzlich für Ihre E-Mail und Ihre Worte des Mitgefühls, der Verbundenheit und Freundschaft.

Nach den Ereignissen am 9. Oktober haben wir mehr als 1000 E-Mails und Briefe sowie unzählige WhatsApp- und Facebook-Nachrichten, Anrufe und SMS erhalten. Diese Verbundenheit bedeutet uns sehr viel und stimmt uns hoffnungsvoll und optimistisch. Aufgrund dieser Vielzahl von Zuschriften können wir erst heute auf Ihre Solidaritätsbekundung antworten. Wir bitten hierfür um Ihr Verständnis.

Die Unterstützung und Solidarität vieler Menschen, die wir nach dem antisemitischen Terroranschlag erfahren haben und von denen auch Ihre Kundgebung und Unterschriftenaktion zeugt, sind enorm und geben uns reale Hoffnung auf eine doch mögliche Zukunft der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland!

Zugleich hat uns die Vielzahl der Reaktionen positiv überrascht. Wir haben damit nicht gerechnet.

Wir möchten Ihnen auch ausdrücklich für Ihre enorme Unterstützung danken, die Sie uns durch die Organisation und Durchführung der Solidaritätskundgebung haben zukommen lassen. Das gleiche gilt für die große Anzahl an Unterschriften, die Sie gesammelt haben. Das ist sehr beeindruckend und bedeutet uns sehr viel! Auch Ihre Arbeit beim Lernort Geschichte möchten wir an dieser Stelle hervorheben, da wir sie für sehr wichtig erachten.

Für die Unterstützung durch die Stadt Stuttgart und Ihre Bürgermeisterinnen und Bürgermeister möchten wir uns ebenfalls herzlich bedanken.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unseren Dank an die genannten Personen und Institutionen weiterleiten.

Bitte lesen Sie in diesem Zusammenhang auch unsere Stellungnahme unter:

https://www.jghalle.de/wordpress/blog/2019/10/11/antisemitischer-anschlag-am-jom-kippur-in-halle/

sowie die Ansprache anlässlich des Gedenkens 2019 an den 9. November 1938

https://www.jghalle.de/wordpress/blog/2019/11/11/ansprache-des-vorsitzenden-der-juedischen-gemeinde-zu-halle-saale-an-der-gedenkveranstaltung-zum-jahrestag-des-novemberpogroms-am-8-november-2019/

Mit herzlichem Dank

Max Privorozki, Vorstand der Jüdischen Gemeinde Halle

 

500 Teilnehmer_innen bei Stuttgarter Solidaritätskundgebung für die Opfer von Halle

Die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e.V. und „Lernort Geschichte“ organisierten gemeinsam eine Kundgebung der Solidarität für die jüdischen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland und die Opfer der menschenverachtenden Hasskriminalität von Halle. Rund 500 Menschen nahmen am 13.10.2019 vor der Stuttgarter Hospitalkirche daran teil – darunter Vertreter der Stadtspitze: Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Jugend und Bildung sowie Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport sowie Religionsbeauftragter der Stadt, und Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt.
Der Landesvorsitzende der tgbw, Gökay Sofuoglu, Stuttgarts OB Fritz Kuhn, der Beauftragte der Landesregierung gegen Antisemitismus, Dr. Michael Blume und die Poetry Slamerin Hannah hatten die richtigen Worte für diesen Anlass gefunden!

Bericht der Stuttgarter Zeitung HIER

Solidaritätserklärung mit den Opfern von Halle und Unterzeichner_innen HIER