Die EU in Brüssel hautnah erlebt

Von 14. Januar 2019Allgemein

Für 24 junge Menschen mit und ohne Fluchterfahrung ging es über Allerheiligen für fünf Tage in die Hauptstadt des Königreichs Belgiens, an den Sitz der NATO und den Hauptsitz der Europäischen Union: nach Brüssel.

Die primäre inhaltliche Ausrichtung dieser Reise waren Themen wie die Historie der Europäischen Union, Demokratie, Vielfalt, Kooperation sowie der interreligiöse Dialog in Europa und der Europäischen Union. Die jungen Reisenden lernten die geo- und demographischen Besonderheiten Brüssels, all seine Sehenswürdigkeiten, sowie die Hintergründe der Kolonialgeschichte Belgiens kennen. Eine thematische Brücke zu unserer vorangegangenen bildungspolitischen Reise nach Krakau schlug die Kathedralenbesichtigung St. Michael: hier wird an das sogenannte Sakramentswunder von 1370 erinnert. Heute stehen die Fenster unter Denkmalschutz, da sie aus kunsthistorischer Perspektive sehr schützenswert sind, die Legende selbst aber höchst umstritten ist.

Alle Teilnehmenden erarbeiteten eigenständig über die fünf Tage ein Thema zur Europäischen Union oder zu einem europäischen Land und präsentierten ihre Ergebnisse am Ende der Reise der gesamten Gruppe. Außerdem besuchten die Teilnehmenden einen gemeinsamen „Parlamentarium Workshop“. Bei diesem Rollenspiel schlüpften alle in die Rolle eines Mitglieds des Europäischen Parlaments, wobei die Gruppe per Zufallssystem in vier Fraktionen aufgeteilt wurde. So konnten die Teilnehmenden erleben, wie die Rechtsvorschriften der EU entstehen und mussten miteinander verhandeln, zusammenarbeiten und herausfordernde Entscheidungen über aktuelle Gesetze und deren Auswirkungen treffen. Sie mussten Interessengruppen sowie Bündnisse bilden, Verhandlungen führen und mit Medien kommunizieren. Am Ende erhielten alle ein Zertifikat, das ihnen bestätigte, dass sie ein umfangreiches Verständnis über die Arbeit und Funktionsweise der Europäischen Union erwerben konnten.

Außerdem besuchte die Gruppe noch eine NGO, die auf EU-Ebene versucht, die Ursachen von Obdachlosigkeit zu bekämpfen. Nicht fehlen durfte natürlich eine Visite beim Atomium, einer Eisenmolekülnachstellung in 165-milliardenfacher Vergrößerung und Wahrzeichen Brüssels,  sowie zu guter Letzt ein Besuch im Miniaturpark „Minieuropa“, in dem viele bedeutende europäische Sehenswürdigkeiten im Maßstab 1:25 nachgebildet sind.

Die Reise wurde gemeinsam von Kubus e.V., der Türkischen Gemeinde in Baden- Württemberg e.V. (tgbw) und der Zukunftswerkstatt Rückenwind e.V. organisiert. Wer selbst auch einmal gerne mitreisen möchte, kann sich gerne unter www.kubusev.org informieren. So viel sei verraten: Die nächste Reise ist bereits in Planung.