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Die EU in Brüssel hautnah erlebt

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Für 24 junge Menschen mit und ohne Fluchterfahrung ging es über Allerheiligen für fünf Tage in die Hauptstadt des Königreichs Belgiens, an den Sitz der NATO und den Hauptsitz der Europäischen Union: nach Brüssel.

Die primäre inhaltliche Ausrichtung dieser Reise waren Themen wie die Historie der Europäischen Union, Demokratie, Vielfalt, Kooperation sowie der interreligiöse Dialog in Europa und der Europäischen Union. Die jungen Reisenden lernten die geo- und demographischen Besonderheiten Brüssels, all seine Sehenswürdigkeiten, sowie die Hintergründe der Kolonialgeschichte Belgiens kennen. Eine thematische Brücke zu unserer vorangegangenen bildungspolitischen Reise nach Krakau schlug die Kathedralenbesichtigung St. Michael: hier wird an das sogenannte Sakramentswunder von 1370 erinnert. Heute stehen die Fenster unter Denkmalschutz, da sie aus kunsthistorischer Perspektive sehr schützenswert sind, die Legende selbst aber höchst umstritten ist.

Alle Teilnehmenden erarbeiteten eigenständig über die fünf Tage ein Thema zur Europäischen Union oder zu einem europäischen Land und präsentierten ihre Ergebnisse am Ende der Reise der gesamten Gruppe. Außerdem besuchten die Teilnehmenden einen gemeinsamen „Parlamentarium Workshop“. Bei diesem Rollenspiel schlüpften alle in die Rolle eines Mitglieds des Europäischen Parlaments, wobei die Gruppe per Zufallssystem in vier Fraktionen aufgeteilt wurde. So konnten die Teilnehmenden erleben, wie die Rechtsvorschriften der EU entstehen und mussten miteinander verhandeln, zusammenarbeiten und herausfordernde Entscheidungen über aktuelle Gesetze und deren Auswirkungen treffen. Sie mussten Interessengruppen sowie Bündnisse bilden, Verhandlungen führen und mit Medien kommunizieren. Am Ende erhielten alle ein Zertifikat, das ihnen bestätigte, dass sie ein umfangreiches Verständnis über die Arbeit und Funktionsweise der Europäischen Union erwerben konnten.

Außerdem besuchte die Gruppe noch eine NGO, die auf EU-Ebene versucht, die Ursachen von Obdachlosigkeit zu bekämpfen. Nicht fehlen durfte natürlich eine Visite beim Atomium, einer Eisenmolekülnachstellung in 165-milliardenfacher Vergrößerung und Wahrzeichen Brüssels,  sowie zu guter Letzt ein Besuch im Miniaturpark „Minieuropa“, in dem viele bedeutende europäische Sehenswürdigkeiten im Maßstab 1:25 nachgebildet sind.

Die Reise wurde gemeinsam von Kubus e.V., der Türkischen Gemeinde in Baden- Württemberg e.V. (tgbw) und der Zukunftswerkstatt Rückenwind e.V. organisiert. Wer selbst auch einmal gerne mitreisen möchte, kann sich gerne unter www.kubusev.org informieren. So viel sei verraten: Die nächste Reise ist bereits in Planung.

Rückblick und Vorausschau bei der tgbw

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Bei der jüngsten Mitgliederversammlung der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg am 09.12.2018 blickten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Ereignisse des ablaufenden Jahres zurück und diskutierten die anstehenden Aufgaben. U.a. stellte tgbw-Mitarbeiterin Christine Uhlmann die Auswertung der im Rahmen des Projekts „Jugend bewegt“ durchgeführten Befragung von Jugendlichen und Vereinsvorständen zum Thema Jugendpartizipation vor.

Es wurde aber nicht nur inhaltlich gearbeitet, es wurde auch ein Teil der Mitgliedsverbände ausgezeichnet, die durch ihre ehrenamtliche Arbeit die tgbw stärken.

Der Vorsitzende Gökay Sofuoglu richtete seinen großen Dank an Young Voice in der TGD für die Schaffung der Rahmenbedingungen dieser Würdigung und freute sich, an die folgenden Vereine Auszeichnung und Pokal zu überreichen:

Türkischer Frauenverein Stuttgart e.V.
Theater Dialog
Deutsch-Türkische Gemeinde Öhringen e.V.
Türkischer Arbeitnehmerverein Herrenberg und Umgebung e.V.
Firkat – Klassisch Türkischer Musikverein Stuttgart e.V.
Türkischer Verein Fellbach e.V.

ISO Zertifizierung und AZAV Zulassung für die tgbw

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Aus Stuttgart kommt zum Ende des Jahres eine wirklich gute Nachricht:
Die tgbw ist zertifiziert!

Am 30. November hat die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg ihr Qualitätsmanagementsystem erfolgreich nach “DIN EN ISO 9001:2015” zertifizieren lassen und bei dieser Gelegenheit auch die beantragte AZAV Trägerzulassung für die Durchführung von Maßnahmen der Agentur für Arbeit erhalten. Die beiden Zertifizierungen bescheinigen der tgbw, dass sie ihre Geschäftsstellen- und Projektarbeit nach international gültigem Standard durchführen wird. Diese Anerkennungen verbessern nach Überzeugung von Geschäftsführer Marcus Tomek die externe Wahrnehmung der tgbw und erleichtern und erweitern auch die Zugänge zu Fördertöpfen.
„Wir sind stolz auf diese Leistung – und allen dankbar, die daran mitgewirkt haben!“, so Marcus Tomek.

Hier ein Foto, das unmittelbar nach der Anerkennung entstand:

Welcome 2 Baden-Württemberg

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Im Juli 2018 startete das neue Projekt Welcome 2 Baden-Württemberg. Es handelt sich um ein Teilprojekt mit zwei Jahren Laufzeit, das in Kooperation mit den diakonischen Werken aus dem badischen Raum und dem Flüchtlingsrat Baden-Württemberg durchgeführt wird. Das Projekt insgesamt richtet sich an Asylsuchende, an Flüchtlinge mit Bleiberecht, ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingshilfe sowie Fachkräfte und hat zum Ziel, die Wirksamkeit des Asylverfahrens für geflüchtete Menschen zu verbessern und den Zugang der Betroffenen zu ihrem Recht zu stärken.
Die tgbw führt im Rahmen des Projekts Schulungen zum Themenbereich „Besonders schutzbedürftige Geflüchtete“ durch. Schwerpunkte dabei sind spezifische Bedürfnisse auf Grund von unterschiedlicher sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität sowie von gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Behinderungen. Die Schulungen richten sich an hauptamtliche Unterstützer*innen von Geflüchteten sowie an haupt- oder ehrenamtliche Sprachmittler*innen und werden in den Regionen Freiburg, Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach und Ortenau angeboten.
Das Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union kofinanziert.

Projektlaufzeit: Juli 2018 – Juni 2020

Kontakt: tgbw, Olcay Miyanyedi
Ort: Reinsburgstraße 82, 70178 Stuttgart
E-Mail: olcay.miyanyedi(Replace this parenthesis with the @ sign)tgbw.de
Telefon: 0711 888 999 13

Rechte Zustände in Deutschland – Folgen für Betroffene

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Rechte Zustände in Deutschland – Folgen für Betroffene

 

Ein Expert_innen-Gespräch mit

  • Chana Dischereit (Initiative „NSU-Komplex auflösen“)
  • Tahir Della (Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland e.V.)
  • Peter Schwarz (Redakteur der Waiblinger Kreiszeitung und Co-Autor des Buchs „Schmerzliche Heimat“ von Semiya Şimşek)

Dienstag, 11. Dezember 2018
17:00 Uhr im Jubez (großer Saal)
Kronenplatz 1, 76133 Karlsruhe

 

Hetze, Hitlergrüße und Ausschreitungen in Chemnitz gingen durch die Medien. Aber nicht nur in

Sachsen, auch in Baden-Württemberg ist rassistische und rechte Gewalt eine folgenschwere und grausame Realität für Betroffene: Messerattacke auf drei Geflüchtete in Heilbronn, Brandanschläge auf eine Geflüchtetenunterkunft in Bad Überkingen und auf ein türkisches Lebensmittelgeschäft in Geislingen, Angriff auf Gäste eines Eiscafés in Wiesloch…

Ganz aktuell legt die Einstellungsforschung für das Bundesgebiet neue, besorgniserregende Erkenntnisse vor. Laut der kürzlich veröffentlichten Studie der Universität Leipzig zu autoritären und rechtsextremen Einstellungen vertritt jeder dritte Deutsche ausländerfeindliche Positionen. Besorgniserregend ist zudem die „geschlossene manifeste Ausländerfeindlichkeit“, die in der Forschung als „Einstiegsdroge in den Rechtsextremismus“ gilt. Sie sei im Vergleich zur Befragung im Jahr 2016 bundesweit um knapp vier Punkte auf 24 Prozent gestiegen.

„Rechte Zustände in Deutschland – Folgen für Betroffene“, so lautet die Überschrift einer aktuellen Diskussionsveranstaltung am 11. Dezember in Karlsruhe. Unter der Moderation von Peter Schwarz nehmen die Expert_innen Chana Dischereit und Tahir Della im Rahmen des Gesprächs die aktuellen (extrem) rechten Entwicklungen und Zustände in Deutschland in den Blick und beziehen Position für die Betroffenenperspektive.

Eine Veranstaltung des Regionalen Demokratiezentrums Karlsruhe und der Beratungsstelle LEUCHTLINIE. Gefördert durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg und dem Bundesministerium für Familie, Senioren und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms “Demokratie leben!”

Einführungsseminar in Gewaltfreier Kommunikation (GFK)

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  1. und 18.11.2018 – jeweils 10:00 bis 17:00 Uhr:

Verstehen und verstanden werden – Einführungsseminar in Gewaltfreier Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg

Hier bekommen Sie einen Überblick der Methoden der GFK und der dahinterliegenden gewaltfreien Grundhaltung. Erleben Sie Empathie am Beispiel von Situationen aus Ihrem eigenen Leben und finden Sie heraus, ob und wie die GFK auch Ihr Leben bewusster machen und bereichern kann.

  •      Kommunikationsmauern und -muster, die in eine Sackgasse führen
  •      Die vier Schritte in der GFK:
  1.  klare Beobachtungen (im Gegensatz zu Urteilen und Kritik)
  2.  benennbare Gefühle (im Gegensatz zu Interpretationen)
  3.  ursächliche Bedürfnisse/Beweggründe (im Gegensatz zu Strategien)
  4.  eindeutige Bitten (im Gegensatz zu Forderungen)

Die Referentin:
Heidi Kaufmann

Anti-Gewalt-Training, Training für GFK, Mediation, Coaching, Aufstellungsarbeit

Die Veranstaltung ist kostenlos.

Der Ort:

Reinsburgstr. 82
70178 Stuttgart

Anmeldung:

Werner Schulz
0711 – 88899931
eMail: Werner.schulz(Replace this parenthesis with the @ sign)tgbw.de

Gesprächsrunde mit Jugendlichen: [pizza&politika]

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Unter dem Titel [pizza&politika] sind türkeistämmige Jugendliche gezielt als Expertinnen und Experten ausgewählt und eingeladen, um gemeinsam mit anderen Jugendlichen in einer entspannten Atmosphäre über gesellschaftliche und politische Themen zu diskutieren, die ihre Lebenswirklichkeit als „türkeistämmige“ Jugendliche betreffen (können). Dabei soll es aber nicht bleiben! Aus diesem Format heraus möchten wir in naher Zukunft einen Expert*innen-Rat gründen, der seine Stimme dafür nutzen soll, Eure Wahrnehmungen, Wünsche und Forderungen gegenüber der Öffentlichkeit und der Politik zu formulieren.

 

Hier die Infos zur dritten Veranstaltung, zu der Du herzlich eingeladen bist:

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[pizza&politika]#02 | Montag, 21.01.2019; 18:00 Uhr – 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: tgbw, Reinsburgstraße 82 in 70178 Stuttgart

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Thema: Jugend und Politik

Wir möchten mit Euch über Jugendbeteiligung sprechen.

Mögliche Fragestellungen könnten dabei sein: Welche Möglichkeiten der Beteiligung kennt Ihr? Welche spielen für Euch eine Rolle? Wo würdet Ihr gerne mehr Mitsprache haben?  Durch wen fühlt ihr Euch in der Politik vertreten?

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!

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Für Deine Anmeldung oder bei Fragen melde Dich bitte über folgende Kontaktdaten:

Kerstin Müller

E-Mail: kerstin.mueller(Replace this parenthesis with the @ sign)tgbw.de

Telefon: 0711.888 999 -32

[pizza&politika] ist ein Teil des Projekts TR in D und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms “Demokratie Leben”.

tgbw zeigt Ausstellung „Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute“

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Vom 01.09. bis 15.12.2018 stellt die tgbw in der Geschäftsstelle 19 Tafeln über deutsch-jüdische Biographien aus. Die portraitierten jungen Menschen stellen die gesellschaftliche Vielfalt als Stärke dar und treten menschenfeindlichen Diskursen entgegen.

Als Teil des Erinnerungsprojektes „80 Jahre Pogromnacht“ unterstützt die tgbw mit 22 weiteren Institutionen die Initiative der Stadt Stuttgart durch die Präsentation dieser Ausstellung. Halbstündige Führungen durch die Ausstellung können für Gruppen stattfinden. Anmeldungen und Anfragen richten Sie bitte an werner.schulz(Replace this parenthesis with the @ sign)tgbw.de

Vernissage am 13.09. 2018

Die Ausstellung wird am 13.09.2018 um 17:00 in der Reinsburgstraße 82 (2.OG) in Stuttgart mit Rabbiner Yehuda Puschkin (Israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg) eröffnet. Sie steht auch einzelnen Interessent*innen ohne vorherige Anmeldung offen.

Informationen zur Ausstellung erhalten Sie hier

Bildungspolitische Fahrt nach Brüssel

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Du interessierst dich für bildungspolitische und gesellschaftliche Themen? Und du hast Freude daran neue Leute kennenzulernen? Außerdem bist du zwischen 16 und 27 Jahre alt und hast vom 31. Oktober bis zum 4. November 2018 Zeit und Lust zu verreisen?

Dann bist du bei uns genau richtig, denn wir fahren in den Herbstferien (31.10. bis 4.11.2018) für fünf Tage mit einer Gruppe junger Menschen nach Brüssel. Bewerben kann sich hierfür jeder (allerdings ist ein Sprachniveau von mindestsens B2 nötig, um dem Programm folgen zu können). Als Teilnehmergebühr sind lediglich 50 Euro fällig.

Die bildungspolitische Fahrt findet in Zusammenarbeit mit kubus e.V. statt.

 

Was erwartet dich in Brüssel?

Ein Tag im Europäischen Parlament und die Teilnahme an einem Workshop

  • Verschiedene Besichtigungen von Brüsseler Sehenswürdigkeiten, die sich mit demokratischen Themen und der Geschichte der Europäischen Union auseinandersetzen
  • Viele weitere spannende Programmpunkte zu dem Thema Vielfalt
  • Eine tolle Gruppe mit Menschen unterschiedlichster Herkunft
  • Und großartige Betreuer*innen 😉

 

Du hast Interesse?

Bitte schickt uns bis zum 25. September 2018 eine Bewerbungsmail an: hannah.nothstein(Replace this parenthesis with the @ sign)kubusev.org

Die Bewerbung besteht aus:

  • Einem kurzen Lebenslauf (bitte das Sprachniveau angeben)
  • Einem Foto von Euch
  • Einem kleinen Motivationsschreiben (Warum wollt ihr mitmachen? Wie engagiert ihr euch für die Gesellschaft? – eine halbe bis eine Seite reicht vollkommen aus)
  • Einer Einverständniserklärung der Eltern (solltest Du unter 18 Jahre alt sein)

Wir freuen uns auf eine spannende Woche in Brüssel mit tollen Diskussionen!