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#DYP – DEEP Young Parliament geht in die dritte Runde – JuLeiCa Ausbildung für Geflüchtete

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Seit Frühjahr 2019 führt die tgbw mit ihren Kooperationspartner*innen eine Jugendleitungsausbildung für Jugendliche mit Flucht- und Migrationserfahrung durch. Die neue Ausbildungsreihe beginnt im Februar 2020 und deckt Themen ab wie „Gruppendynamik und Teambuilding“, „Erste-Hilfe-Kurs“, „Aufsichtspflicht“, „Rassismus und anti-GMF“ und „Partizipation und Genderrollen“. Nach der Grundausbildung unterstützt das Projektteam die Teilnehmer*innen bei der eigenverantwortlichen Umsetzung von Miniprojekten und organisiert Vernetzungstreffen mit politischen Akteuren.

 

#DYP wird von der tgbw in Kooperation mit dem Jugendwerk der AWO Württemberg, der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit BW und dem Verein Pyramidea durchgeführt und von dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union kofinanziert.

 

Fragen können gern an danae.panissie(Replace this parenthesis with the @ sign)tgbw.de gerichtet werden.

Den Flyer finden Sie hier: https://bit.ly/2SxLJM8

Ministerpräsident Kretschmann besucht die tgbw

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Nach dem rechtsradikalen und rassistischen Anschlag im hessischen Hanau besuchten Ministerpräsident Winfried Kretschmann und der Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir am 21.02. die Geschäftsstelle der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg.

Ein wichtiges Thema der Gespräche mit Vertreter_innen des tgbw-Vorstandes und Mitarbeiter_innen waren die Verunsicherungen unter den türkeistämmigen Menschen in Baden-Württemberg nach den Verbrechen von Hanau. “Die Menschen haben Angst um ihre Sicherheit“, erklärte die stellvertretende tgbw-Vorsitzende Oya Poyraz und machte deutlich: „So kann es nicht weitergehen, die Politik muss jetzt handeln!“. Als ersten konkreten Schritt forderte sie einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss, der sich mit dem rechten Terror und dem Rassismus in Deutschland beschäftigt.

«Wir verstehen Ihre Ängste und nehmen sie sehr ernst», sagte Winfried Kretschmann. “Fremdenfeindlichkeit und Rassismus haben sich wieder ausgebreitet in unserer Gesellschaft”, stellte der Ministerpräsident fest. “Diesen Sumpf müssen wir trocken legen!”. Der Staat müsse und werde alles tun, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Aber auch die gesamte Gesellschaft sei aufgefordert, sich entschieden gegen Rassismus zu positionieren und Zivilcourage zu zeigen.”Alle Kräfte, die eine friedliche Gesellschaft möchten, müssen zusammen stehen!”, sagte Winfried Kretschmann und ergänzte: “Dem Bösen muss man dann widerstehen, solange es noch klein ist!”

Auch der Stuttgarter Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir forderte ein energischeres Vorgehen aller gegen die rechten und rassistischen Herausforderungen. Er sagte: „Ich will, dass 2020 in die Geschichte eingeht als das Jahr, in dem wir endlich angefangen haben, Ernst zu machen mit dem entschiedenen Kampf gegen die rechtsradikale Gefahr!“.

„Sagt NEIN zur Gewalt gegen Frauen!”

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tgbw unterstützt den INTERNATIONALEN DON QUICHOTTE KARIKATURENWETTBEWERB 2020

„Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ ist das Thema des 12. internationalen Karikaturenwettbewerbes, den die tgbw in diesem Jahr in Stuttgart unterstützt.

Bei der Gewalt gegen Frauen und Kinder handelt es sich weltweit um einen der am meisten verbreiteten Verstöße gegen Menschenrechte. Nationale Untersuchungen einiger Länder ermittelten Raten von bis zu 70% Frauen, die im Laufe ihres Lebens physischer, psychischer oder sexueller Gewalt ausgeliefert sind.

Der Zweck des weltweiten Karikaturenwettbewerbes ist es, die Wahrnehmung dieser globalen Missstände zu erhöhen und Beiträge zur Lösung zu finden, oder zielführende Anstrengungen dafür zu fördern.

Die tgbw unterstützt den internationalen Karikaturenwettbewerb ihres Mitgliedsvereins „Don Quichotte“ bei der Preisverleihung und bei der Wettbewerbsausstellung in Stuttgart. Nähere Informationen zu den Terminen und Örtlichkeiten folgen.

Die Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist in vielen Völkern tief verwurzelt. Internationale Beobachter glauben, dass dieser Tag zur Beendigung von physischer, ökonomischer oder psychischer Gewaltherrschaft über den weiblichen Teil der Gesellschaft dienen, zumindest ein Symbol des Widerstandes gegen dieses Unrecht darstellen kann.

In Entwicklungsländern (in unterentwickelten Ländern) ist die Gewalt gegen Frauen sehr viel verbreiteter. Morde an Frauen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit sind historische und tragische Tatsachen auf der ganzen Welt. Zum Beispiel wurden in der Türkei 430 Morde an Frauen allein im Jahre 2019 begangen. Trotz Verbote von Gesetzeswegen sind Kinderehen in Ländern wie Türkei, İndien, İran, Mexiko, Äthiopien, Tschad und Niger weit verbreitet.

Aktuelle Infos zum Wettbewerb finden sich hier: http://www.donquichotte.org/component/option,com_frontpage/Itemid,1/lang,de/

Wettbewerbsregeln:
1) Die Teilnahme am Wettbewerb ist nur online möglich: planet-sos(Replace this parenthesis with the @ sign)gmail.com
2) Die eingereichten Karikaturen dürfen zuvor an keinem Wettbewerb teilgenommen haben. Bei Feststellung eines Verstoßes gegen diese Regel können verliehene Preise zurückverlangt werden.
3) Die Karikaturen sind in A3-Größe, 300 dpi-Auflösung und JPG-Format einzureichen (schwarz/weiß oder farbig, der farbtechnischen Bearbeitung sind keine Grenzen gesetzt).
4) Einsendeschluss ist der 31. März 2020.
5) Die Jury wird vom 10. bis 20. April 2020 aus allen eingereichten Karikaturen eine Vorauswahl treffen und 100 Finalisten bestimmen. Diese werden 10 Tage lang in sozialen Medien und auf den Homepages von Don Quichotte vorgestellt.
6) Die Jury wird zwischen dem 1. und 7. Mai 2020 diese Arbeiten auswerten und die Ergebnisse am 15. Mai 2020 bekanntgeben.
7) Die Preisverleihung wird im Rahmen der Eröffnung der Wettbewerbsausstellung im Juni in Stuttgart stattfinden.
8) Alle eingereichten Karikaturen werden sicher im Archiv von Don Quichotte aufbewahrt. Verwendung der Werke außerhalb des Wettbewerbs bedarf der vorherigen Zustimmung des jeweiligen Künstlers.
9) Es wird ein Wettbewerbskatalog der eingereichten Karikaturen als PDF-Dokument erstellt und veröffentlicht.

Preise:

–  Erster Preis: 750 Euro + DQ Medaille

–  Zweiter Preis: 500 Euro + DQ Medaille

–  Dritter Preis: 250 Euro+ DQ Medaille

–  Besondere Auszeichnungen (Zertifikate)

Cem Özdemir spendet Preisgeld für Betroffene von rechter Gewalt

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Im Februar 2019 hatte der Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir den mit 10.000 Euro dotierten „Dolf-Sternberger-Preis für öffentliche Rede“ erhalten, und zwar für seine rhetorisch brillant vorgetragene Abrechnung mit der AfD im Deutschen Bundestag vom 22.02.2018. Die AfD hatte damals beantragt, den gerade aus der türkischen Haft entlassenen Journalisten Deniz Yücel zu maßregeln.

Einen Teil des Preisgeldes, 3000,- Euro, spendete Cem Özdemir –anknüpfend an den Inhalt seiner Rede – für das Engagement der tgbw für Betroffene von rechter Gewalt. Am 06.12. erfolgte nun die offizielle Spendenübergabe im Rahmen eines Besuchs des Stuttgarter Bundestagsabgeordneten bei der tgbw und der Beratungsstelle LEUCHTLINIE.

Cem Özdemir brachte im Gespräch seine Anerkennung für den langjährigen Einsatz der tgbw für Minderheiten in unserer Geasellschaft zum Ausdruck und zeigte sich überzeugt von der Notwendigkeit der Arbeit der Beratungsstelle LEUCHTLINIE.

Die Dolf-Sternberger-Gesellschaft verlieh zum 12. Mal den „Preis für öffentliche Rede“. Frühere Preisträger waren u.a. Willy Brandt, Martin Walser, Norbert Lammert oder Avi Primor.

Foto (v.l.):  Marcus Tomek (tgbw-Geschäftsführer), Oya Poyraz (stellv. Vorsitzende tgbw), Heval Demirdögen (Leiter Fachstelle LEUCHTLINIE), Cem Özdemir und Gökay Sofuoglu (Vorsitzender tgbw)

Abschlussdokumentation „Botschaft für Flüchtlinge“ ist online!

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Das Projekt „Botschaft für Flüchtlinge“ richtet sich primär an Menschen mit Fluchterfahrung, die aktiv und gleichberechtigt unsere Gesellschaft mitgestalten wollen. Mit diesem Projekt hat die tgbw einen Beitrag geleistet jene Menschen auf diesem Weg zu begleiten und von der eigenen Migrationserfahrung profitieren zu lassen.

15 Vereine wurden als Projektstandorte im Großraum Stuttgart ausgewählt, die aus Geflüchtetenselbstorganisationen bestehen sowie aus Vereinen, in denen Geflüchtete eine zentrale und aktive Rolle spielen. In ihren jeweiligen Sozialräumen setzten sie kleine Projekte eigenverantwortlich um. Regelmäßige Roundtables erlaubten einen intensiven Ideenaustausch und Vernetzungsmöglichkeiten.

Das Folgeprojekt „Die Botschaft bist Du“ befindet sich derzeit in der Umsetzung und wird erneut von der Aktion Mensch gefördert.

Das Video finden Sie auf dem tgbw-Youtube Kanal:

Rechte Gewalt, „Feindeslisten“ und „Schattenarmeen“ – Gespräch – Vortrag – Diskussion

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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wie weiter?“

Dienstag, 3. Dezember 2019, 19:00 Uhr, Kulturzentrum Merlin, Augustenstr. 72, Stuttgart

Referent*innen:

Luigi Pantisano, Stuttgarter Stadtrat, zivilgesellschaftlich engagiert

gegen Rechtsextremismus.

Sascha Maier, Redakteur, „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“

Sebastian Erb, Redakteur, „die tageszeitung“

 

Durch neueste Bedrohungen gegen Bundespolitiker*innen sind sie wieder im Bewusstsein der Öffentlichkeit: die sogenannten Feindeslisten der extrem rechten Szene. Im Rahmen behördlicher Ermittlungen und journalistischer Recherchen wurde bekannt, dass diese schon seit 2015 bekannten Listen, gezielt durch extrem rechte Gruppen genutzt wurden, um Anschläge zu planen. Auch der Aufbau von „Schattenarmeen“ durch rechtsextreme Prepper wurde bekannt. Ein bekanntes Beispiel ist das so genannte Hannibal-Netzwerk. Nach zwei Jahren aufwendiger Recherchen konnten die Verflechtungen zum „Hannibal-Komplex“ aufgedeckt werden.

 

Ein Gespräch richtet den Blick aus der Betroffenenperspektive heraus auf das Phänomen der Bedrohung von Politiker*innen und bürgerschaftlich Engagierten. In einem anschließenden Vortrag werden die Erkenntnisse aus den journalistischen Recherchen wiedergegeben. Der Einblick zeigt eindrücklich die Ausmaße und Verflechtungen auf und verdeutlicht das Ausmaß an Bedrohungen und rechter Gewalt. Die Veranstaltung versucht durch Information und Austausch gemeinsame Herausforderungen zu formulieren.

 

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Wie weiter?“. Die Reihe möchte Fachdebatten aufgreifen und Programmverantwortliche in den Bereichen Extremismusprävention, Demokratiebildung sowie politischer Bildung bei ihrer Arbeit unterstützen – indem Begriffe und Konzepte reflektiert werden und Potenziale und Grenzen verschiedener Perspektiven und Positionen diskutiert werden.

 

Wie weiter? – wenn man von Extremismusprävention spricht

Wie weiter? – wenn man von Radikalisierungen ausgeht

Wie weiter? – wenn zwei Konzepte aufeinanderprallen

Wie weiter? – wenn Demokratiebildung zum Projekt wird

 

Zielgruppe: Programmverantwortliche in den Bereichen Extremismusprävention, Radikalisierungsprävention, Antidiskriminierung, Demokratieförderung und politische Bildung und andere Interessierte

 

Veranstalter:

  • Anlauf- und Vernetzungsstelle gegen Rassismus, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus, Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung Baden-Württemberg., gefördert vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg
  • Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
  • Fach- und Beratungsstelle LEUCHTLINIE – Beratung für Betroffene von rechter Gewalt in Baden-Württemberg.

 

Ort: Kulturzentrum Merlin, Augustenstraße 72, 70178 Stuttgart

Anmeldung: per E-Mail an mail(Replace this parenthesis with the @ sign)demokratie-bw.de (bitte angeben: Seminarnummer: 07/49/19)

Kosten: Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich

Fahrtkosten werden nicht erstattet

 

Hinweis: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Diskussionsabend [pizza&politika]: Friedensquelle oder Brandherd?

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Zu unserer nächsten [pizza&politika]-Veranstaltung laden wir Jugendliche und junge Erwachsene herzlich ein! Das  Thema lautet dieses Mal:

Friedensquelle oder Brandherd?

Die türkische Militäroffensive in Syrien, welche im Oktober 2019 begann, wird von der türkischen Regierung als Selbstverteidigung gegen eine terroristische Bedrohung bezeichnet, Kritiker*innen verurteilen sie hingegen als völkerrechtswidrig. Türkeistämmige Fußballspieler in der deutschen Nationalmannschaft gaben auf Instagram eine Sympathiebekundung zur Militäroffensive, zogen diese aber nach öffentlicher Empörung wieder zurück.

Wir möchten mit Euch darüber sprechen, was diese Diskussionen mit Euch machen und ob und falls ja, wie sie sich auf Euch auswirken.

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme.

Wann: 2.12.2019 von 18:00 bis 20:00

Wo: tgbw, Reinsburgstr. 82, 70178 Stuttgart

Anmeldung und Info: kerstin.mueller(Replace this parenthesis with the @ sign)tgbw.de

0711/888 999 32

 

P.S.: Damit wir einen ungefähren Plan haben, wieviel Pizza wir bestellen sollen, gebt doch bitte bis Sonntagabend Bescheid, ob ihr kommt.

500 Teilnehmer_innen bei Stuttgarter Solidaritätskundgebung für die Opfer von Halle

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Die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e.V. und „Lernort Geschichte“ organisierten gemeinsam eine Kundgebung der Solidarität für die jüdischen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland und die Opfer der menschenverachtenden Hasskriminalität von Halle. Rund 500 Menschen nahmen am 13.10.2019 vor der Stuttgarter Hospitalkirche daran teil – darunter Vertreter der Stadtspitze: Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Jugend und Bildung sowie Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport sowie Religionsbeauftragter der Stadt, und Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt.
Der Landesvorsitzende der tgbw, Gökay Sofuoglu, Stuttgarts OB Fritz Kuhn, der Beauftragte der Landesregierung gegen Antisemitismus, Dr. Michael Blume und die Poetry Slamerin Hannah hatten die richtigen Worte für diesen Anlass gefunden!

Bericht der Stuttgarter Zeitung HIER

Solidaritätserklärung mit den Opfern von Halle und Unterzeichner_innen HIER

Erfolgreicher Präventionstag in Karlsruhe

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Volles Haus beim Karlsruher Präventionstag 2019: Rund 400 Gäste konnte Moderator Markus Brock in der Ettlinger Stadthalle begrüßen. Es war die 10. Auflage dieser Großveranstaltung, die in diesem Jahr auch von der tgbw und dem Projekt „kNOw HATE CRIME!“ mitveranstaltet wurde.

Insgesamt 5000 Fachleute wurden in den vergangenen 10 Jahren  durch diese in Baden-Württemberg einmalige Veranstaltungsreihe erreicht. Den Hauptvortrag hielt der Tübinger Medienwissenschaftler Prof Dr. Bernhard Pörksen  – in freier Rede und in rhetorischer Brillanz.

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Unter der Überschrift „Die neue Macht der Desinformation. Meinungsbildung im digitalen Zeitalter“ präsentierte Prof. Pörksen ein engagiertes Plädoyer für die Vermittlung von mehr Medienkompetenz in den Schulen. Das Lernziel müsse der verantwortliche Umgang mit den Herausforderungen der digitalen Medienwelt sein. In seinem Referat stellte Prof. Pörksen vier Analysen der aktuellen Entwicklung heraus:

  1. Wir erleben eine neue mediale Geschwindigkeit, die die alten Medien unter Druck setzt: der Wettstreit zwischen Genauigkeit und Geschwindigkeit verschärft sich.
  2. Die digitalen Medien führen zu mehr Ungewissheit. Während man früher postulieren konnte, mehr Information macht uns mündiger, stimmt diese Prämisse heute nicht mehr.
  3. Wir erfahren digital ständig neue Anreize der Sehnsucht, erfahren überall Interessantes. Aber: die Prüfung der Relevanz bleibt auf der Strecke dabei.
  4. Wir sind neuen Möglichkeiten der Manipulation ausgesetzt. Wir erleben digital die „Demokratisierung medialer Manipulation“.

Unsere Gesellschaft, so die Schlussfolgerung von Prof. Pörksen, müsse aktiv dafür eintreten, ein öffentliches Bewusstsein in Bezug auf die digitalen Risiken zu entwickeln – ganz so, wie etwa beim Umweltbewusstsein geschehen.

 

https://www.tgbw.de/erfolgreicher-praeventionstag-in-karlsruhe/                                               

Stuttgarter Solidaritätserklärung mit den Opfern von Halle/Saale

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Wir trauern um unsere Nächsten.

Unsere Gedanken sind bei den Opfern der menschenverachtenden Taten von Halle.

Wir fühlen mit den Angehörigen.

Der  antisemitische und rechtsextremistische Anschlag macht uns alle zutiefst betroffen.

                           Noch entschiedener stellen wir uns solidarisch an die Seite unserer jüdischen Nachbarn und Nachbarinnen.

Wir sind schockiert über die neue Dimension antisemitischer Gewalt mitten unter uns.

                         Noch entschiedener stehen wir zu allen Menschen, die von rechter und rassistischer Gewalt betroffen sind und treten für sie ein.

Wir lassen es nicht zu, dass aus „Nie wieder!“ ein „Schon wieder!“ werden kann.

                         Noch entschiedener werden wir Antisemitismus und Rechtsextremismus in Deutschland bekämpfen.

Dazu verpflichten wir uns!

Alle Unterzeichner_innen der Solidaritätserklärungfinden Sie HIER