Rechte Gewalt, „Feindeslisten“ und „Schattenarmeen“ – Gespräch – Vortrag – Diskussion

Von 2. Dezember 2019Allgemein

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wie weiter?“

Dienstag, 3. Dezember 2019, 19:00 Uhr, Kulturzentrum Merlin, Augustenstr. 72, Stuttgart

Referent*innen:

Luigi Pantisano, Stuttgarter Stadtrat, zivilgesellschaftlich engagiert

gegen Rechtsextremismus.

Sascha Maier, Redakteur, „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“

Sebastian Erb, Redakteur, „die tageszeitung“

 

Durch neueste Bedrohungen gegen Bundespolitiker*innen sind sie wieder im Bewusstsein der Öffentlichkeit: die sogenannten Feindeslisten der extrem rechten Szene. Im Rahmen behördlicher Ermittlungen und journalistischer Recherchen wurde bekannt, dass diese schon seit 2015 bekannten Listen, gezielt durch extrem rechte Gruppen genutzt wurden, um Anschläge zu planen. Auch der Aufbau von „Schattenarmeen“ durch rechtsextreme Prepper wurde bekannt. Ein bekanntes Beispiel ist das so genannte Hannibal-Netzwerk. Nach zwei Jahren aufwendiger Recherchen konnten die Verflechtungen zum „Hannibal-Komplex“ aufgedeckt werden.

 

Ein Gespräch richtet den Blick aus der Betroffenenperspektive heraus auf das Phänomen der Bedrohung von Politiker*innen und bürgerschaftlich Engagierten. In einem anschließenden Vortrag werden die Erkenntnisse aus den journalistischen Recherchen wiedergegeben. Der Einblick zeigt eindrücklich die Ausmaße und Verflechtungen auf und verdeutlicht das Ausmaß an Bedrohungen und rechter Gewalt. Die Veranstaltung versucht durch Information und Austausch gemeinsame Herausforderungen zu formulieren.

 

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Wie weiter?“. Die Reihe möchte Fachdebatten aufgreifen und Programmverantwortliche in den Bereichen Extremismusprävention, Demokratiebildung sowie politischer Bildung bei ihrer Arbeit unterstützen – indem Begriffe und Konzepte reflektiert werden und Potenziale und Grenzen verschiedener Perspektiven und Positionen diskutiert werden.

 

Wie weiter? – wenn man von Extremismusprävention spricht

Wie weiter? – wenn man von Radikalisierungen ausgeht

Wie weiter? – wenn zwei Konzepte aufeinanderprallen

Wie weiter? – wenn Demokratiebildung zum Projekt wird

 

Zielgruppe: Programmverantwortliche in den Bereichen Extremismusprävention, Radikalisierungsprävention, Antidiskriminierung, Demokratieförderung und politische Bildung und andere Interessierte

 

Veranstalter:

  • Anlauf- und Vernetzungsstelle gegen Rassismus, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus, Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung Baden-Württemberg., gefördert vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg
  • Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
  • Fach- und Beratungsstelle LEUCHTLINIE – Beratung für Betroffene von rechter Gewalt in Baden-Württemberg.

 

Ort: Kulturzentrum Merlin, Augustenstraße 72, 70178 Stuttgart

Anmeldung: per E-Mail an mail(Replace this parenthesis with the @ sign)demokratie-bw.de (bitte angeben: Seminarnummer: 07/49/19)

Kosten: Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich

Fahrtkosten werden nicht erstattet

 

Hinweis: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.