Presse

Pressekontakt

Werner Schulz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: +49 711 888999-31
Fax: +49 711 888999-20
Mail: werner.schulz(Replace this parenthesis with the @ sign)tgbw.de

Oya Poyraz
Türkischsprachige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: +49 711 888999-15
Fax: +49 711 888999-20
Mail: oya.poyraz(Replace this parenthesis with the @ sign)tgbw.de

„Rassistische Aufteilung hat keinen Platz auf unseren Bühnen“

Von | Pressemitteilungen

 

Die Fragen der AfD-Landtagsabgeordneten Dr. Rainer Balzer und Klaus Dürr nach der Auflistung der Staatsangehörigkeit von Tänzer_innen, Musiker_innen und Sänger_innen an staatlichen Theatern und Opern zeigen sehr offen die dahinter stehenden Wertemaßstäbe. Sie sind eindeutig geprägt von Vorstellungen der Ungleichheit und Ungleichwertigkeit.

Diese rassistische Aufteilung der Menschen in „wir“ und „die anderen“ hat keinen Platz auf unseren Bühnen und in unserer demokratischen Gesellschaft. Gerade Kulturschaffende sind auf eine freie, vielfältige und offene Gesellschaft angewiesen und gerade die Kultur lebt von der Pluralität.

Hinter der AfD-Anfrage steht ein weiteres Mal die durchschaubare Zielsetzung, die Menschen zu polarisieren und zu trennen. In einer offenen, vielfältigen und inklusiven Gesellschaft dürfen die von der AfD geforderten Listen weder erstellt noch verwaltet werden.

Ganz sicher werden die Kunstschaffenden in Baden-Württemberg derartige Segregationslisten nicht zulassen – wir werden sie dabei unterstützen.

Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e.V.

Theater Lokstoff 

KUBUS e.V. 

SINUS Akademie 

Pyramidea e.V.

 

 

 

„Der Fall Lübcke ist auch als Botschaftstat zu verstehen“

Von | Pressemitteilungen

Nachdem über den mutmaßlichen Täter im Fall Lübcke immer mehr Einzelheiten bekannt werden, sieht die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e.V (tgbw) Parallelen zu der Verbrechensserie des so genannten Nationalsozialistischen Untergrunds, NSU. „Bei vielen Menschen, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, werden jetzt Erinnerungen an die NSU-Morde wach“, erklärt der Vorsitzende der tgbw, Gökay Sofuoğlu. „Es stellen sich jetzt ganz ähnliche Fragen, wie nach den rechtsterroristischen Morden: Wurde bislang eine rechte Tatmotivation in der Ermittlungsarbeit der Polizei ausgeschlossen? Wenn ja, warum? Diese Frage muss beantwortet werden, denn es gab ja im Vorfeld Drohungen und Anfeindungen gegen Walter Lübcke aus der extrem rechten Szene“. Auch die Frage, ob der mutmaßliche Täter Einzeltäter war oder ob es Mittäter_innen, Helfer_innen und Unterstützer_innen gegeben hat, müsse jetzt lückenlos aufgeklärt werden, so Sofuoğlu.

Die Beratungsstelle für Betroffene von rechter Gewalt in Baden-Württemberg, LEUCHTLINIE, die von der tgbw getragen wird, sieht in dem Mordanschlag ein Verbrechen, das über das eigentliche Opfer hinauswirkt. „Diese gezielte Hinrichtung muss auch als Botschaftstat verstanden werden“, sagt der Leiter der Beratungsstelle, Heval Demirdöğen. „Diese Tat richtet sich auch gegen in der Flüchtlingshilfe engagierte Menschen und gegen die Gleichwertigkeit der Menschen überhaupt. Taten wie diese führen zu einem gesellschaftlichen Klima der Angst und Unsicherheit. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig, dass Politik und Sicherheitsbehörden entschlossen und kompromisslos rechter und rassistischer Gewalt entgegenwirken.“

 

Jugendliche mit Migrationshintergrund machen sich fit für die Wahl

Von | Pressemitteilungen

 

Die tgbw möchte die Beteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund bei der Kommunalwahl 2019 stärken

 

Das Projekt „Tempo pro Ausbildung Plus“ plant gemeinsam mit der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg e.V. (tgbw) zu den anstehenden Kommunalwahlen eine Jugendkampagne in Ostfildern. Ziel dieser Kampagne ist es, junge Menschen mit Migrationshintergrund und Wahlrecht über die Kommunalwahlen 2019 zu informieren, ihr Interesse hierfür zu wecken und sie zum Wählen zu animieren. Darüber hinaus sollen sie Möglichkeiten erhalten, sich mit den Kandidatinnen und Kandidaten auszutauschen.

Die eintägige Veranstaltung wird mit interaktiven Workshops beginnen. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion mit verschiedenen Politikerinnen und Politikern statt, die für die Wahlen kandidieren werden.

Der inhaltliche Schwerpunkt der Veranstaltung soll bei Themen liegen, die insbesondere die Interessen der  Jugendlichen mit Migrationshintergrund berühren. So soll es etwa um Diskriminierungserfahrungen gehen und Fragen rund um Asyl, Schule oder Ausbildung. In dieser Hinsicht  sollen auch die Wahlversprechen der Kandidatinnen und Kandidaten  hinterfragt werden.

 

Datum: 16.März 2019

Ort: Zentrum Zinsholz, Kirchheimer Straße 123, 73760 Ostfildern

Zeit: 13.00 Uhr – 17.00 Uhr

 

 

 

„Die Todesopfer rassistischer Gewalt nicht vergessen!“

Von | Pressemitteilungen

 

Opferberatungsstellen erinnern mit einer Gedenk- und Diskussionsveranstaltung an den rassistischen Brandanschlag in der Stuttgarter Geißstraße vor 25 Jahren.

 

Zu einer Erinnerungsveranstaltung für die Menschen, die 1994 durch den rassistischen Brandanschlag auf das Mehrfamilienhaus in der Stuttgarter Geißstraße 7 starben, lädt die baden-württembergische Beratungsstelle für Betroffene von rechter Gewalt LEUCHTLINIE zusammen mit dem Bundesverband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) am 13. März 2019 um 19 Uhr in das Stuttgarter Hotel Silber (Dorotheenstr. 10) ein.

 

Ante B. (60), Ljuba B. (55), Zuzanna M. (57), Athina S. (24), Kristina S. (2), Nebahat S. (27), ihre Tochter Aynül S. (4) und ihr ungeborenes Kind starben in der Nacht vom 15. zum 16. März 1994 bei einem Brandanschlag auf das Mehrfamilien- und Geschäftshaus Geißstraße 7 in der Stuttgarter Altstadt. Weitere 16 Bewohner und Bewohnerinnen des vorwiegend von türkeistämmigen Arbeitsmigranten, Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien und Asylsuchenden bewohnten Hauses erlitten teils lebensgefährliche Verletzungen.

 

„Ein Vierteljahrhundert ist seit dem grausamen Brandanschlag vergangen. Die Todesopfer dieser rassistischen Gewalttat dürfen nicht vergessen werden“, betont die Opferberatungsstelle LEUCHTLINIE. Mit einer Gedenkveranstaltung möchte sie daher an die Opfer des rassistischen Brandanschlags und an das Leid der Hinterbliebenen erinnern.

„Der Perspektive der Betroffenen wird im Rahmen der Veranstaltung jener Raum gegeben, der ihr im gesellschaftlichen Diskurs nur allzu oft verwehrt wird“, heißt es weiter.

In einem Podiumsgespräch mit Fachleuten, Vertretern und Vertreterinnen von Betroffenenverbänden sowie mit Zeitzeugen sollen die zahlreich vorhandenen Anhaltspunkte für eine rassistische Tatmotivation in den Blick genommen und ein Bogen zu aktuellen rassistischen Gewalttaten gespannt werden.

 

Es sprechen:

  • Dr. Tanja Thomas, Medienwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Transformationen der Medienkultur
  • Chana Dischereit, Mit-Organisatorin im bundesweiten Aktionsbündnis „NSU-Komplex auflösen!“
  • Gökay Sofuoğlu, Landesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg e.V., der beim Brand als Berichterstatter vor Ort war
  • Mehmet Daimagüler, Nebenklageanwalt im NSU-Prozess
  • Engin Şanli, Rechtsanwalt
  • Heike Kleffner, Geschäftsführerin des VBRG e.V., (Moderation)

Im Anschluss an die Veranstaltung ist eine Gedenkaktion am Ort des Brandanschlags vorgesehen.

Solidarisch an der Seite der Landtagspräsidentin

Von | Pressemitteilungen

Die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg (tgbw) zeigt sich solidarisch mit der Landtagspräsidentin Muhterem Aras und wirft der AfD-Fraktion im Landtag eine gezielte Strategie zur „Demontage der Demokratie und zur rassistischen Brandstiftung“ vor. Dies erklärte der Landesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg e.V. (tgbw), Gökay Sofuoğlu.

Nach dem Eklat und dem polizeilichen Einsatz im Landtag, den die Abgeordneten Stefan Räpple und Wolfgang Gedeon provoziert hatten, zeige die Partei einmal mehr, „dass sie nicht nur demokratische Ordnungen torpediert und menschliche Umgangsweisen missachtet, sondern auch bewusst rassistische Haltungen verbreitet. Die AfD sät weiterhin Hass und Feindschaft“, so Sofuoğlu.

Die Fraktion habe sich durch ihren Auszug aus dem Parlament solidarisch mit den genannten Personen gezeigt. Der Abgeordnete Räpple hatte die Anweisungen des Präsidiums ignoriert und der Abgeordnete Gedeon die türkeistämmige Landtagspräsidentin aufgrund ihrer Herkunft rassistisch beleidigt.

„Diese Parlamentarier wurden zwar – wie sie nicht müde werden zu betonen – demokratisch gewählt, aber ihr andauerndes Verhalten in unserem Landesparlament ist in gefährlichem Maß demokratie- und menschenfeindlich“, so Sofuoğlu.

Theaterstück „Die NSU – Monologe“ kommt nach Esslingen

Von | Pressemitteilungen

Publikumsgespräch mit MdL Wolfgang Drexler und Gökay Sofuoğlu

Das Theaterensemble „Bühne für Menschenrechte“ aus Berlin bringt am 04.12.2018 das Stück „Die NSU – Monologe“ nach Esslingen. Die Aufführung wird veranstaltet vom Jugend- und Kulturzentrum KOMMA in Kooperation mit der Beratungsstelle „LEUCHTLINIE“ der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg. 

Im November 2011 – also genau vor 7 Jahren – erfuhr die Öffentlichkeit von der Existenz der rechtsextremen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“. Zehn Morde, 43 Mordversuche, drei Sprengstoffanschläge und 15 Raubüberfälle gehen auf das Konto der Terrorzelle.

Das Stück “Die NSU-Monologe” setzt die jahrelangen Kämpfe dreier Familien der Opfer des NSU durch die Form des dokumentarischen Theaters in Szene. Auf der Bühne ist die Rede von Elif Kubaşık, Adile Şimşek und İsmail Yozgat, von ihrem Mut, in der ersten Reihe eines Trauermarschs zu stehen, von der Willensstärke, die Umbenennung einer Straße einzufordern, und vom Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Behörden zu verteidigen.

Das Stück von Michael Ruf entstand durch ausführliche Interviews, lediglich gekürzt und ohne sprachliche Veränderungen – ein Werk zeitgenössischer Geschichtsschreibung, das auch sieben Jahre nach Entdeckung des NSU kaum an Aktualität verloren hat.

Im Anschluss an das Stück wird es ein Publikumsgespräch geben mit MdL Wolfgang Drexler (SPD), der als Vorsitzender den Untersuchungsausschusses „Rechtsterrorismus/NSU BW II“ des Landtags Baden-Württemberg leitet, sowie mit Gökay Sofuoğlu, dem Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg e.V.. Moderiert wird das Gespräch durch die Journalistin Kathrin Waldow.

Die Veranstaltung findet statt am  04.12.2018, von  19.00 – 21.00 Uhr, im KOMMA – Jugend und Kultur, Maillestraße 5-9, 73728 Esslingen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erwünscht unter nsu-monologe(Replace this parenthesis with the @ sign)komma.info

Das Problem heißt Rassismus!

Von | Pressemitteilungen

Stuttgart: Die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg (tgbw) verurteilt die Aussagen von Minister Seehofer bei der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe.

Der Vorsitzende der tgbw, Gökay Sofuoğlu, stellt fest:

„Unser Innenminister hat erst zu den rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz geschwiegen und nun zeigt er Verständnis für sie. Mehr noch: Er bezeichnet Migration als das Problem. Wir fragen uns: Meint Seehofer damit tatsächlich, dass Migranten und Migrantinnen verantwortlich für die rassistischen Ausschreitungen sind? Sind die knapp 20 Millionen Menschen in diesem Land das Problem?  Das Problem ist aber nicht Migration, sondern das Problem heißt Rassismus. Ein Innenminister, der das nicht klarstellt, schützt nicht den inneren Frieden unseres Landes, sondern er redet den völkisch-nationalen Kräften nach dem Mund. Wenn Herr Seehofer die Migration als Mutter aller Probleme bezeichnet und sich als Vater aller Lösungen präsentiert, was für eine Zukunft haben dann meine Kinder in diesem Land?“

Die Aussagen des Innenministers reihen sich ein in eine Liste von ausgrenzenden Beiträgen in der jüngeren Vergangenheit. Von der „Islam gehört nicht zu Deutschland“ bis zur Absage am 10. Integrationsgipfel (bislang beispiellos in der Geschichte der Gipfeltreffen) zeigt der Innenminister, was er von einer vielfältigen Einwanderungsgesellschaft hält. Ein Innen- und Heimatminister, der nach eigener Aussage eigentlich die Menschen im Land einen will, sollte ein größeres Interesse daran haben, auch eine Politik im Sinne immerhin eines Viertels der Gesellschaft zu machen.

Nach der Gewalt in Chemnitz: tgbw startet Bündnis „Kein Hass im Ländle!“

Von | Pressemitteilungen

 

Die rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz sind schwerwiegende Angriffe auf Menschen, die gezielt aufgrund ihres Aussehens und der Wahrnehmung als „Nicht-Deutsche“ von rechter Gewalt betroffen waren.

Sie sind zugleich gravierende Angriffe gegen die Grundpfeiler unserer Zivilgesellschaft, gegen den Rechtsstaat, gegen uns alle! Diese schrecklichen Vorgänge müssen unsere gesamte Gesellschaft alarmieren. Wir müssen agieren um dieser Entwicklung im Blick auf Baden-Württemberg frühzeitig entgegenzuwirken.

Die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e.V., tgbw, startet deshalb ein breites Bündnis gegen Rassismus und Gewalt in Baden-Württemberg: „Kein Hass im Ländle!“.

 

Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Gewerkschaften, Migrantenorganisationen und weitere zivilgesellschaftliche Gruppen sind aufgerufen, sich an der Kampagne zu beteiligen, sagte der Vorsitzende der tgbw, Gökay Sofuoglu und betonte: “Es soll bei dem Bündnis nicht um neuen Aktionismus gehen, sondern um die Gestaltung unserer Gesellschaft. Also: Von jetzt für immer!“

 

Als erste und zeitnahe Aktion ruft die tgbw zur Teilnahme an einer Mahnwache gegen Gewalt und Hass auf, die im Rahmen der Gedenkfeier von DGB-Stuttgart und VVN-BdA zum Antikriegstag in Deutschland stattfindet:

Sa. 01.09., 15:00 Uhr, am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus am Karlsplatz in Stuttgart.

„Chemnitz ist ein Angriff auf uns alle!“

Von | Pressemitteilungen

„Die rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz sind schwerwiegende Angriffe auf Menschen, die gezielt aufgrund ihres Aussehens und der Wahrnehmung als „Nicht-Deutsche“ von rechter Gewalt betroffen waren. Die Angriffe sind zugleich gravierende Angriffe gegen die Grundpfeiler unserer Zivilgesellschaft, gegen den Rechtsstaat, gegen uns alle! Diese schrecklichen Vorgänge müssen unsere gesamte Gesellschaft alarmieren“, erklärt Heval Demirdöğen von der Fachstelle „LEUCHTLINIE“. Der Experte für die Beratung für Betroffene von rechter Gewalt in Baden-Württemberg fordert, dass die Reaktionen auf die Ausschreitungen jetzt von Polizei und Justiz schnell und direkt erfolgen. Dringend geboten sei aber auch, dass Politik und Zivilgesellschaft diese Taten scharf und unüberhörbar verurteilen. „Wer hier wegschaut oder die rechte Hetze und Menschenjagd als bedauerlichen Einzelfall herunterspielt, leistet einer für die Gesamtgesellschaft gefährlichen Entwicklung Vorschub und macht sich mitschuldig an der Vergiftung des sozialen Klimas. Jetzt sind starker ziviler Gegenprotest sowie Schutzmaßnahmen für potenziell Betroffene dringlich, die auch über Solidarisierungsaktionen zum Ausdruck kommen müssen“, so der Leiter der Fachstelle, die von der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg e.V. (tgbw) getragen wird.

 

Der Vorsitzende der tgbw und zugleich Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, TGD,  Gökay Sofuoğlu, ergänzt: „Ein Bundestagsabgeordneter der AfD twitterte kurz nach den Ausschreitungen: „Es ist Bürgerpflicht, die todbringende „Messermigration“ zu stoppen“. Hier zeigt die AfD, was sie von unserem Rechtsstaat hält – und zwar gar nichts. Selbstjustiz und Jagd auf Menschen sind keine Bürgerpflicht, sondern schwere Straftaten! Unsere  Kanzlerin Frau Merkel und unser Innenminister Herr Seehofer dürfen zu den rassistischen Übergriffen in Chemnitz nicht schweigen!“.

Nach der Gewalt in Chemnitz: tgbw startet Bündnis „Kein Hass im Ländle!“

Von | Pressemitteilungen

Die rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz sind schwerwiegende Angriffe auf Menschen, die gezielt aufgrund ihres Aussehens und der Wahrnehmung als „Nicht-Deutsche“ von rechter Gewalt betroffen waren.

Sie sind zugleich gravierende Angriffe gegen die Grundpfeiler unserer Zivilgesellschaft, gegen den Rechtsstaat, gegen uns alle! Diese schrecklichen Vorgänge müssen unsere gesamte Gesellschaft alarmieren. Wir müssen agieren um dieser Entwicklung im Blick auf Baden-Württemberg frühzeitig entgegenzuwirken.

Die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e.V., tgbw, startet deshalb ein breites Bündnis gegen Rassismus und Gewalt in Baden-Württemberg: „Kein Hass im Ländle!“.

 

Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Gewerkschaften, Migrantenorganisationen und weitere zivilgesellschaftliche Gruppen sind aufgerufen, sich an der Kampagne zu beteiligen, sagte der Vorsitzende der tgbw, Gökay Sofuoglu und betonte: “Es soll bei dem Bündnis nicht um neuen Aktionismus gehen, sondern um die Gestaltung unserer Gesellschaft. Also: Von jetzt für immer!“

 

Als erste und zeitnahe Aktion ruft die tgbw zur Teilnahme an einer Mahnwache gegen Gewalt und Hass auf, die im Rahmen der Gedenkfeier von DGB-Stuttgart und VVN-BdA zum Antikriegstag in Deutschland stattfindet:

Sa. 01.09., 15:00 Uhr, am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus am Karlsplatz in Stuttgart.