In wenigen Tagen ist die Landtagswahl 2026 – ein entscheidender Moment für die Zukunft unseres Bundeslandes. Wenn Sie wahlberechtigt sind, nutzen Sie bitte Ihre Stimme und gehen Sie am 8. März 2026 wählen! Jede Stimme zählt!
Als Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e. V. (tgbw) beziehen wir klar Stellung. Wir haben drei zentrale Forderungen erarbeitet, um strukturelle Diskriminierung, insbesondere im Bildungssystem, in der Altenpflege sowie auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt, abzubauen, mehr Mitsprache von Migrant*innen bei politischen Entscheidungen zu erlangen und Betroffene von rechter Gewalt in Baden-Württemberg zu unterstützen.
Unsere Forderungen zur Landtagswahl 2026:
Abbau struktureller Diskriminierung
- rassismus- und diskriminierungskritische Fortbildungen für Lehrkräfte, Erzieher*innen, Schulleitungen, Schulsozialarbeit
- muttersprachlichen Unterricht, Förderung von Mehrsprachigkeit
- eine rassismus- und diskriminierungskritische Schulkultur, Herkunftssprache als Persönlichkeitsrecht
- die Aufarbeitung rassistischer/diskriminierender Vorfälle im Schulalltag
- rassismus- und diskriminierungskritische Fortbildungen für Pflegepersonal
- erleichterten Zugang zu Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen mit Migrationsgeschichte
- einen angemessenen Migrationsanteil bei Beschäftigten im öffentlichen Dienst
- anonymisierte Bewerbungsverfahren (Arbeit/Wohnung)
Mitspracherecht in der Politik
- stärkere Einbindung migrantischer Perspektiven in Kommunal- und Bundespolitik
- Einrichtung von Migrationsbeiräten (z. B. nach Vorbild Heidelberg, Karlsruhe, Freiburg)
- regelmäßige Anhörung und Information bei politischen Entscheidungen
Unterstützung für Betroffene rechter Gewalt in Baden-Württemberg
- verstetigte und auskömmliche Landesförderung der Betroffenenberatung
- hauptamtliche, fachlich kontinuierliche Strukturen
- verbindliche Kooperation & Einbindung der Betroffenenperspektive
- verbesserte Erfassung von Hasskriminalität (rassistisch, antisemitisch, queerfeindlich, antifeministisch)
- Sensibilisierung und Fortbildungen für Polizei, Justiz, staatliche Stellen
- verbindliche Austauschstrukturen zwischen Beratung und Behörden
- Schutzregelungen für Betroffene rechter Gewalt ohne gesicherten Aufenthaltsstatus (analog zu z. B. Brandenburg)