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“Wir leiden mit den Angehörigen der Opfer von Hanau”

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Die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e.V. (tgbw) ist entsetzt über den rassistischen Anschlag in Hanau. Der Landesvorsitzende der tgbw und Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoğlu, erklärt:

„Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen, den Familien und Freunden der Opfer. Ihnen gilt unsere Aufmerksamkeit, unsere Solidarität, unser Mitgefühl. Wir leiden mit ihnen, denn jede und jeder von uns weiß: Das hätte ich sein können!

Wir klagen diesen rassistischen Terror an. Und wir verurteilen alle, die mit dem Gift des Rassismus Stimmung und Politik machen und die Saat des Hasses breit verteilen. Ihnen müssen wir auf allen Ebenen entschieden und mit allen Kräften den Boden entziehen, denn: Wo die Grenzen des Sagbaren verschoben werden, da keimt und wächst die Gewalt.

Das erklärte Ziel rechtsextremer Terroristen und ihres parlamentarischen Arms, der AfD, ist die Destabilisierung unserer Demokratie und das Herbeiführen bürgerkriegsähnlicher Zustände. Wir alle sind jetzt gefragt. Es braucht die volle und dauerhafte Konzentration der Sicherheitsbehörden auf den Rechtsextremismus. Menschen, die von Rassismus, Diskriminierung und rassistischer Gewalt betroffen sind, müssen das Gefühl haben, dass dieses Land und diese Verfassung ihnen Schutz bieten.

Wir fordern als ersten Schritt einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss, der sich mit dem rechtem Terror und dem Rassismus in Deutschland beschäftigt!“.

Solidarisch mit den Betroffenen der Hassverbrechen von Köln-Braunsfeld

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Die rechtsextremistischen und rassistischen Schmierereien auf die Grundschule in Köln-Braunsfeld und die Geschäftsstelle der Alevitischen Gemeinde Deutschland schockieren uns.

Unser Verein, die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg, erklärt sich solidarisch mit der Alevitischen Gemeinde und allen betroffenen Menschen und verurteilt diese Straftaten auf das Schärfste. Wir hoffen, dass die Täter schnell ermittelt und mit der ganzen Härte der Gesetze bestraft werden.

Die anwachsende rechtsextreme Haltung in unserer Gesellschaft und die Zunahme von Hassverbrechen mitten unter uns sind erschreckend und alarmierend.
Wir fordern die Bevölkerung auf, sich solidarisch an die Seite der Menschen zu stellen, die von rechter und rassistischer Gewalt betroffen sind, sich entschieden für sie einzusetzen und Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus in Deutschland entschlossen zu bekämpfen.

Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e.V.

Gökay Sofuoğlu

Landesvorsitzender

„Mehr Sensibilität für die Opfergruppen“

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Nach dem antisemitischen, rassistischen und rechtsextremistischen Anschlag auf die Synagoge in Halle und der Ermordung zweier Menschen fordert die Beratungsstelle für Betroffene von rechter Gewalt in Baden-Württemberg, LEUCHTLINIE, Politik und Gesellschaft auf, die Perspektive der Opfer stärker in den Blick zu nehmen.

„Wir brauchen mehr Sensibilität für und mehr Solidarität mit den Opfergruppen. Wir alle müssen uns die Frage stellen: Was machen diese Hassverbrechen mit den betroffenen Menschen und ihnen jede Unterstützung bieten, die sie brauchen“, so der Leiter der Fachstelle, Heval Demirdögen.

„Es stellt sich auch die Frage, wie heute in unserer Gesellschaft solche Verbrechen möglich werden. Es braucht ein Hinschauen und Benennen von Vorurteilen, Diskriminierungen und sprachlicher Gewalt gegenüber jüdischen Menschen und anderen von Rassismus Betroffenen. Wir müssen aktiv gegen Ausgrenzungen und Abwertungen eintreten, nicht erst dann, wenn Menschen getötet wurden.“

 

Dazu gehört, den Betroffenen von rassistischer, antisemitischer und rechter Gewalt zuzuhören, von ihnen zu lernen und ihre Anliegen ernst zu nehmen! Nur so lassen sich wirksame Maßnahmen entwickeln und Hilfsangebote stärken. Programme zur Demokratieförderung, wie etwa das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gehören nicht beschnitten, sondern verstärkt und ausgebaut.

Gegen Antiziganismus und Rassismus! – tgbw ünterstützt Aufruf und Mahnwache

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Am Samstag, den 14. September, findet in der Ulmer Fußgängerzone (Brunnen Hirschstraße) von 10.00 – 12.00 Uhr eine Mahnwache gegen Antiziganismus in Solidarität mit dem Landesverband Deutscher Sinti und Roma Landesverband Baden-Württemberg statt. Organisiert und durchgeführt wird sie von verschiedenen Organisationen aus Ulm und Baden-Württemberg, die einen gemeinsamen Aufruf gegen Antiziganismus und Rassismus verfasst haben, darunter auch die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e.V., tgbw.

Zum Hintergrund heißt es in dem Aufruf:

Am 25. Mai 2019 fand ein rassistischer, antiziganistischer Angriff auf eine französische Sinti-Familie in Dellmensingen statt. Die Täter warfen unter Hass-Rufen eine brennende Fackel in Richtung der Wohnwagen, in denen die Familie mit ihrem neun Monate alten Baby schlief.

Daniel Strauß, Vorsitzender des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg: „Ich bin sehr bestürzt über den Anschlag. Wir werden alles dafür tun, die Familie zu unterstützen.“ Inzwischen sitzen vier Männer im Alter von 18 bis 20 Jahren aus der Ulmer Region in diesem Zusammenhang in Untersuchungshaft.

Derartige gewalttätige Angriffe nehmen europaweit zu, ebenso wie die Abwertung von Sinti und Roma. Dies bestätigt die aktuelle Leipziger Autoritarismus-Studie (2018). Beispielsweise lehnen es über 50 Prozent ab, Sinti und Roma als Nachbarn zu haben. Über 50 Prozent meinen, alle Sinti und Roma seien kriminell (Oliver Decker, Elmar Brähler (Hg.): Flucht ins Autoritäre: Rechtsextreme Dynamiken in der Mitte der Gesellschaft, Gießen 2018, S. 18).

Das lässt uns nicht gleichgültig. Wir rufen alle Mitbürger*innen dazu auf, sich zu informieren (http://sinti-roma.com/) und antiziganistischen Vorurteilen und Klischees couragiert entgegenzutreten.

Eine gute Gelegenheit bietet dafür die Sinti- und Roma Kulturwoche „ROMNO POWER FESTIVAL“, die vom 13. bis 21. September 2019 in Ulm stattfindet. Mit Konzerten, Lesungen, Filmen und vielen Begegnungen wird die Vielfalt der Kultur und Lebenswelt der Sinti und Roma vermittelt. Die Kulturwoche wird von der Europäische Donau-Akademie in Zusammenarbeit mit dem baden-württembergischen Landesverband der Sinti und Roma veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (www.romnopower.de).

Die Unterzeichnenden:

Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg Ulm e.V. – KZ-Gedenkstätte

Europäische Donau-Akademie

Evangelische Landeskirche in Württemberg, Beauftragter für die Zusammenarbeit mit Sinti und Roma

Leuchtlinie – Beratung für Betroffene von rechter Gewalt in Baden-Württemberg

Stolpersteininitiative Ulm

Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e.V.

Verband Deutscher Sinti & Roma Landesverband Baden-Württemberg

„Rassistische Aufteilung hat keinen Platz auf unseren Bühnen“

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Die Fragen der AfD-Landtagsabgeordneten Dr. Rainer Balzer und Klaus Dürr nach der Auflistung der Staatsangehörigkeit von Tänzer_innen, Musiker_innen und Sänger_innen an staatlichen Theatern und Opern zeigen sehr offen die dahinter stehenden Wertemaßstäbe. Sie sind eindeutig geprägt von Vorstellungen der Ungleichheit und Ungleichwertigkeit.

Diese rassistische Aufteilung der Menschen in „wir“ und „die anderen“ hat keinen Platz auf unseren Bühnen und in unserer demokratischen Gesellschaft. Gerade Kulturschaffende sind auf eine freie, vielfältige und offene Gesellschaft angewiesen und gerade die Kultur lebt von der Pluralität.

Hinter der AfD-Anfrage steht ein weiteres Mal die durchschaubare Zielsetzung, die Menschen zu polarisieren und zu trennen. In einer offenen, vielfältigen und inklusiven Gesellschaft dürfen die von der AfD geforderten Listen weder erstellt noch verwaltet werden.

Ganz sicher werden die Kunstschaffenden in Baden-Württemberg derartige Segregationslisten nicht zulassen – wir werden sie dabei unterstützen.

Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e.V.

Theater Lokstoff 

KUBUS e.V. 

SINUS Akademie 

Pyramidea e.V.

 

 

 

„Der Fall Lübcke ist auch als Botschaftstat zu verstehen“

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Nachdem über den mutmaßlichen Täter im Fall Lübcke immer mehr Einzelheiten bekannt werden, sieht die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e.V (tgbw) Parallelen zu der Verbrechensserie des so genannten Nationalsozialistischen Untergrunds, NSU. „Bei vielen Menschen, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, werden jetzt Erinnerungen an die NSU-Morde wach“, erklärt der Vorsitzende der tgbw, Gökay Sofuoğlu. „Es stellen sich jetzt ganz ähnliche Fragen, wie nach den rechtsterroristischen Morden: Wurde bislang eine rechte Tatmotivation in der Ermittlungsarbeit der Polizei ausgeschlossen? Wenn ja, warum? Diese Frage muss beantwortet werden, denn es gab ja im Vorfeld Drohungen und Anfeindungen gegen Walter Lübcke aus der extrem rechten Szene“. Auch die Frage, ob der mutmaßliche Täter Einzeltäter war oder ob es Mittäter_innen, Helfer_innen und Unterstützer_innen gegeben hat, müsse jetzt lückenlos aufgeklärt werden, so Sofuoğlu.

Die Beratungsstelle für Betroffene von rechter Gewalt in Baden-Württemberg, LEUCHTLINIE, die von der tgbw getragen wird, sieht in dem Mordanschlag ein Verbrechen, das über das eigentliche Opfer hinauswirkt. „Diese gezielte Hinrichtung muss auch als Botschaftstat verstanden werden“, sagt der Leiter der Beratungsstelle, Heval Demirdöğen. „Diese Tat richtet sich auch gegen in der Flüchtlingshilfe engagierte Menschen und gegen die Gleichwertigkeit der Menschen überhaupt. Taten wie diese führen zu einem gesellschaftlichen Klima der Angst und Unsicherheit. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig, dass Politik und Sicherheitsbehörden entschlossen und kompromisslos rechter und rassistischer Gewalt entgegenwirken.“

 

Jugendliche mit Migrationshintergrund machen sich fit für die Wahl

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Die tgbw möchte die Beteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund bei der Kommunalwahl 2019 stärken

 

Das Projekt „Tempo pro Ausbildung Plus“ plant gemeinsam mit der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg e.V. (tgbw) zu den anstehenden Kommunalwahlen eine Jugendkampagne in Ostfildern. Ziel dieser Kampagne ist es, junge Menschen mit Migrationshintergrund und Wahlrecht über die Kommunalwahlen 2019 zu informieren, ihr Interesse hierfür zu wecken und sie zum Wählen zu animieren. Darüber hinaus sollen sie Möglichkeiten erhalten, sich mit den Kandidatinnen und Kandidaten auszutauschen.

Die eintägige Veranstaltung wird mit interaktiven Workshops beginnen. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion mit verschiedenen Politikerinnen und Politikern statt, die für die Wahlen kandidieren werden.

Der inhaltliche Schwerpunkt der Veranstaltung soll bei Themen liegen, die insbesondere die Interessen der  Jugendlichen mit Migrationshintergrund berühren. So soll es etwa um Diskriminierungserfahrungen gehen und Fragen rund um Asyl, Schule oder Ausbildung. In dieser Hinsicht  sollen auch die Wahlversprechen der Kandidatinnen und Kandidaten  hinterfragt werden.

 

Datum: 16.März 2019

Ort: Zentrum Zinsholz, Kirchheimer Straße 123, 73760 Ostfildern

Zeit: 13.00 Uhr – 17.00 Uhr

 

 

 

„Die Todesopfer rassistischer Gewalt nicht vergessen!“

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Opferberatungsstellen erinnern mit einer Gedenk- und Diskussionsveranstaltung an den rassistischen Brandanschlag in der Stuttgarter Geißstraße vor 25 Jahren.

 

Zu einer Erinnerungsveranstaltung für die Menschen, die 1994 durch den rassistischen Brandanschlag auf das Mehrfamilienhaus in der Stuttgarter Geißstraße 7 starben, lädt die baden-württembergische Beratungsstelle für Betroffene von rechter Gewalt LEUCHTLINIE zusammen mit dem Bundesverband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) am 13. März 2019 um 19 Uhr in das Stuttgarter Hotel Silber (Dorotheenstr. 10) ein.

 

Ante B. (60), Ljuba B. (55), Zuzanna M. (57), Athina S. (24), Kristina S. (2), Nebahat S. (27), ihre Tochter Aynül S. (4) und ihr ungeborenes Kind starben in der Nacht vom 15. zum 16. März 1994 bei einem Brandanschlag auf das Mehrfamilien- und Geschäftshaus Geißstraße 7 in der Stuttgarter Altstadt. Weitere 16 Bewohner und Bewohnerinnen des vorwiegend von türkeistämmigen Arbeitsmigranten, Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien und Asylsuchenden bewohnten Hauses erlitten teils lebensgefährliche Verletzungen.

 

„Ein Vierteljahrhundert ist seit dem grausamen Brandanschlag vergangen. Die Todesopfer dieser rassistischen Gewalttat dürfen nicht vergessen werden“, betont die Opferberatungsstelle LEUCHTLINIE. Mit einer Gedenkveranstaltung möchte sie daher an die Opfer des rassistischen Brandanschlags und an das Leid der Hinterbliebenen erinnern.

„Der Perspektive der Betroffenen wird im Rahmen der Veranstaltung jener Raum gegeben, der ihr im gesellschaftlichen Diskurs nur allzu oft verwehrt wird“, heißt es weiter.

In einem Podiumsgespräch mit Fachleuten, Vertretern und Vertreterinnen von Betroffenenverbänden sowie mit Zeitzeugen sollen die zahlreich vorhandenen Anhaltspunkte für eine rassistische Tatmotivation in den Blick genommen und ein Bogen zu aktuellen rassistischen Gewalttaten gespannt werden.

 

Es sprechen:

  • Dr. Tanja Thomas, Medienwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Transformationen der Medienkultur
  • Chana Dischereit, Mit-Organisatorin im bundesweiten Aktionsbündnis „NSU-Komplex auflösen!“
  • Gökay Sofuoğlu, Landesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg e.V., der beim Brand als Berichterstatter vor Ort war
  • Mehmet Daimagüler, Nebenklageanwalt im NSU-Prozess
  • Engin Şanli, Rechtsanwalt
  • Heike Kleffner, Geschäftsführerin des VBRG e.V., (Moderation)

Im Anschluss an die Veranstaltung ist eine Gedenkaktion am Ort des Brandanschlags vorgesehen.

Solidarisch an der Seite der Landtagspräsidentin

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Die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg (tgbw) zeigt sich solidarisch mit der Landtagspräsidentin Muhterem Aras und wirft der AfD-Fraktion im Landtag eine gezielte Strategie zur „Demontage der Demokratie und zur rassistischen Brandstiftung“ vor. Dies erklärte der Landesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg e.V. (tgbw), Gökay Sofuoğlu.

Nach dem Eklat und dem polizeilichen Einsatz im Landtag, den die Abgeordneten Stefan Räpple und Wolfgang Gedeon provoziert hatten, zeige die Partei einmal mehr, „dass sie nicht nur demokratische Ordnungen torpediert und menschliche Umgangsweisen missachtet, sondern auch bewusst rassistische Haltungen verbreitet. Die AfD sät weiterhin Hass und Feindschaft“, so Sofuoğlu.

Die Fraktion habe sich durch ihren Auszug aus dem Parlament solidarisch mit den genannten Personen gezeigt. Der Abgeordnete Räpple hatte die Anweisungen des Präsidiums ignoriert und der Abgeordnete Gedeon die türkeistämmige Landtagspräsidentin aufgrund ihrer Herkunft rassistisch beleidigt.

„Diese Parlamentarier wurden zwar – wie sie nicht müde werden zu betonen – demokratisch gewählt, aber ihr andauerndes Verhalten in unserem Landesparlament ist in gefährlichem Maß demokratie- und menschenfeindlich“, so Sofuoğlu.

Theaterstück „Die NSU – Monologe“ kommt nach Esslingen

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Publikumsgespräch mit MdL Wolfgang Drexler und Gökay Sofuoğlu

Das Theaterensemble „Bühne für Menschenrechte“ aus Berlin bringt am 04.12.2018 das Stück „Die NSU – Monologe“ nach Esslingen. Die Aufführung wird veranstaltet vom Jugend- und Kulturzentrum KOMMA in Kooperation mit der Beratungsstelle „LEUCHTLINIE“ der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg. 

Im November 2011 – also genau vor 7 Jahren – erfuhr die Öffentlichkeit von der Existenz der rechtsextremen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“. Zehn Morde, 43 Mordversuche, drei Sprengstoffanschläge und 15 Raubüberfälle gehen auf das Konto der Terrorzelle.

Das Stück “Die NSU-Monologe” setzt die jahrelangen Kämpfe dreier Familien der Opfer des NSU durch die Form des dokumentarischen Theaters in Szene. Auf der Bühne ist die Rede von Elif Kubaşık, Adile Şimşek und İsmail Yozgat, von ihrem Mut, in der ersten Reihe eines Trauermarschs zu stehen, von der Willensstärke, die Umbenennung einer Straße einzufordern, und vom Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Behörden zu verteidigen.

Das Stück von Michael Ruf entstand durch ausführliche Interviews, lediglich gekürzt und ohne sprachliche Veränderungen – ein Werk zeitgenössischer Geschichtsschreibung, das auch sieben Jahre nach Entdeckung des NSU kaum an Aktualität verloren hat.

Im Anschluss an das Stück wird es ein Publikumsgespräch geben mit MdL Wolfgang Drexler (SPD), der als Vorsitzender den Untersuchungsausschusses „Rechtsterrorismus/NSU BW II“ des Landtags Baden-Württemberg leitet, sowie mit Gökay Sofuoğlu, dem Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg e.V.. Moderiert wird das Gespräch durch die Journalistin Kathrin Waldow.

Die Veranstaltung findet statt am  04.12.2018, von  19.00 – 21.00 Uhr, im KOMMA – Jugend und Kultur, Maillestraße 5-9, 73728 Esslingen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erwünscht unter nsu-monologe(Replace this parenthesis with the @ sign)komma.info